MIT ERNEUERBAREN ENERGIEN
AUF DEN KONJUNKTURBERG

Die globale Wirtschaft entwickelt sich in sogenannten Kondratiew-Zyklen. Gemeint sind damit lange Konjunkturwellen, die mehrere Jahrzehnte dauern können. Sie zeichnen die ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungen nach, die durch grundlegende Innovationen ausgelöst worden sind. Bisher gab es fünf solcher Zyklen, die unter verschiedenen Schlagwörtern zusammengefasst werden. Viele Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass sich gerade ein sechster, neuer Zyklus herausbildet, der unter den Leitbegriff „Energie- und Umwelttechnik“ fällt.

Um die Bedeutung dieser Annahme zu verstehen, sei an den letzten Zyklus erinnert, der das Thema Informationstechnologie zum Inhalt hatte. Mitte der siebziger Jahre entstand in den buchstäblichen „Garagen-Software-Schmieden“ in Kalifornien eine Bewegung, die einen der weltweit größten Wirtschaftszweige ins Leben gerufen hat. Typisch für eine solche Entwicklung ist, dass sich in deren Verlauf immer einige wenige Konzerngiganten herausbilden, die den Markt beherrschen. In der Regel sind das diejenigen Unternehmen, welche die wirtschaftlichen Möglichkeiten ihrer Branche rechtzeitig erkannt haben.